Die Tempelotter (Tropidolaemus wagleri) ist in Südostasien von Thailand, Malaysia, über Indonesien bis zu den Philippinen verbreitet. Im Jahre 1887 wurde diese Schlangenart zum erstenmal von dem deutschen Naturwissenschaftler Friedrich Boie beschrieben und zu Ehren des deutschen Herpetologen und Zoologen Johann Georg Wagler als Tropidolaemus wagleri benannt. Auch wenn die Tempelotter ein giftiges Reptil ist, so ist, wegen ihrer ruhigen Art, bis dato nichts über die Wirkung des Giftes auf Menschen bekannt, da keine oder kaum Bisse der Schlange auf Menschen verzeichnet wurden. Für gesunde Erwachsene ist das Gift nicht lebensbedrohlich, doch sollte man im Falle des Falles unverzüglich einen Arzt aufsuchen.
Große Bekanntheit bekam die Tempelotter durch den Snake Temple (Schlangentempel) in Penang, Malaysia. Hier haben sich die Tempelottern laut Überlieferung selbst angesiedelt. Auch aus dem Schlangentempel wurden bisher keine Bisse der Tempelotter berichtet. Zum einen scheinen die, frei im Tempel lebenden, Schlangen durch den Rauch der Räucherstäbchen betäubt, zum anderen macht man sich hier die Lebensgewohnheit der Giftschlange zu Nutzen. Tempelottern sind nachtaktiv und liegen am Tag am liebsten regungslos im Geäst von Sträuchern und Bäumen.
Männliche Waglers Lanzenottern (Tropidolaemus wagleri) erreichen eine Länge bis zu 1,30 m, weibliche Tempelottern sind mit bis zu 0,80 m deutlich kleiner, zudem gibt es viele farbliche Varianten.
Lebensraum der giftgen Schönheit sind Sumpfgebiete, Mangrovenwälder und Plantagen, die Schlange bevorzugt Wassernähe.
Mehr über den einzigartigen Schlangentempel: Snake Temple Penang Malaysia
Picture: "Tropidolaemus Wagleri Tempelotter Temple Viper"
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