In der heutigen Zeit liegt die thailändische Küche voll im Trend und in vielen Ländern der Welt gibt es Thai Restaurants, die man oftmals als Gourmet Tempel bezeichnen kann. Die Preise in solch aufgestylten Restaurants sprechen eine deutliche Sprache und suggerieren eine Art High Class Cuisine. Das dem nicht so ist zeigt die Tom Saep, eine Tom Yum aus dem Nordosten Thailands, Isaan. Saep, bedeutet brennen, allerdings nicht im Sinn von anzünden, sondern im Sinn von sich den Mund an der teuflisch scharfen Suppe zu verbrennen. Entstanden ist diese Suppe jedoch nicht um ein kulinarisches Highligh für Chiliheads zu kreieren, sondern aus purer Armut. Der Isaan gilt, auch im 21. Jahrhundert, als das Armenhaus Thailands. Die meisten Menschen leben in ärmlichsten Verhältnissen in kleinen, abgelegenen Dorfgemeinschaften und viele Dörfer haben weder elektrischen Strom, noch eine vernünftige Wasserversorgung. Kein Strom, kein Kühlschrank !
Auch in größeren Städten wird Fleisch auf den Märkten ohne ausreichende Kühlung angeboten und so macht sich schon auf den Märkten ein recht übler Geruch breit. In Deutschland würde man das verkaufte Fleisch wohl als Gammelfleisch bezeichnen. Thailänder stört das herzlich wenig.
Viele Zubereitungsarten, wie die Tom Saep, wurden einzig und allein dazu erfunden, um den Fäulnisgeruch und Geschmack zu eliminieren. Das wird nicht nur in Thailand so gemacht, auch andere Länder haben da so Ihre Tricks, lesen Sie hierzu auch: Chili con Carne Rezept
Wir wollen Ihnen nun sicherlich nicht den Appetit verderben, aber eine "echte" Tom Saep enthält meist einen Mix aus Innereien aller Art, bzw. nur Knochen. Ausgiebigst Chili, Limettensaft und Kräuter machen so eine Suppe erst gebnießbar und enthält eine Tom Saep Innereien oder Rindfleisch (Tom Saep Nuea), dann wird sie schon gut und gerne mal 3 -4 Stunden gekocht, das sollte dann auch den letzten üblen Keim abgetötet haben.
Für unsere Tom Saep Moo, haben wir Spareribs verwendet
und da wir Innereien nicht sonderlich lieben, auf deren Einsatz völlig verzichtet. Das Originalrezept für Tom Saep sieht 20 - 30 Thai Chili, der teuflisch scharfen Sorte Prik Kee Noo vor. Wir verwendeten 10 und unser Thai Fotograf Nat, der sich schon lange auf das Süppchen gefreut hat, meinte das wäre genug. Wie bei einer Tom Yum, verwenden Sie nur frische Kräuter ! Getrocknetes Zitronengras oder Galgantpulver gehören, unserer Ansicht nach, nicht ins Essen sondern in den Mülleimer.
Rezept: Tom Saep Moo
Zutaten :
300 - 400 g Spareribs
ca 1,5 Liter Wasser
3 - 4 Bulben vom Zitronengras
5 - 6 Kaffir Limettenblätter/Zitronenblätter
ca 3 - 4 cm Galgant in Scheiben,
10 - 30 Thai Chilies (phrik khee noo))
2 - 3 Korianderwurzeln
Saft von 2-3 Limetten
1-2 EL Fischsauce
1/2 TL MSG - Monosodiumglutamat - Geschmacksverstärker
eine Prise Zucker zum Abschmecken
2-3 Stengel Koriander
3 - 5 Blätter Langer Koriander (Laos Koriander)
1-2 Frühlingszwiebeln
Zubereitung:
Wasser mit dem Zitronengras
(mit dem Stößel eines Mörsers aufknacken),
in feine Scheiben geschnittenem Galgant,
Zitronenblätter, Korianderwurzel ((mit dem Stößel eines Mörsers aufknacken))
und den Chilies (mit dem Stößel eines Mörsers aufknacken)in kaltem Wasser aufsetzen und ca 1 Stunde kochen bis ein duftender Sud entstanden ist.
Nun die Spareribs zugeben und solange kochen bis sich der Knochen vom Fleisch zu lösen beginnt.
Mit reichlich Limettensaft, Fischsauce, etwas Zucker und, mit dem in Thailand unverzichtbaren, MSG Geschmacksverstärker abschmecken.
Mit Korianderblättern, Laos Koriander und Frühlingszwiebelringen garnieren
und mitgedämpftem Thai Jasmin Reis servieren.
Picture: "Tom Yum Isaan Tom Saep Rezept Thailand"
Photo Name: tom-yam-isaan-tom-saep-thailand - Tom Yum Isaan Tom Saep Rezept Thailand
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