Als wir im Oktober 2009 einen Artikel mit dem Namen Sicherheit und Kriminalität in Thailand veröffentlichten, war für uns die Welt weitgehendst in Ordnung, doch seither hat sich viel verändert.
Die allermeisten Touristen merken noch nicht mal, daß Sie auf Schritt und Tritt übers Ohr gehauen werden, sprich doppelte, 3-fache, 5-fache, ja 10-fache Preise bezahlen. Wenngleich viele nicht merken, daß Rechnungen in Restaurants und Bars oftmals nach oben "geschönt" sind und beim Besuch eines Nationalparks nicht merken, daß man Ihnen den 10-fachen Eintrittspreis abverlangt, so hat dieses System in Thailand schon quasi Tradition. Der Tourist als Melkkuh ! Nicht zuletzt legitimiert durch staatliche Stellen, wie die thailändische Forstverwaltung, Betreiberin der Nationalparks. Es scheint sich in die Köpfe gebrannt zu haben, daß man den vermeintlich reichen Farang abzocken kann, was soll daran schon moralisch verwerflich sein.
Dieser Nährboden war mehr als fruchtbar und brachte in den letzten Jahren immer neue Blüten, sprich Abzock- und Betrugsmaschen hervor. Erschwerend kommt hinzu, daß Thailand über eine nicht sonderlich funktionierende Exekutive vefügt. Vor allem Jugendliche haben schnell gelernt, daß man in den allermeisten Fällen davonkommt.
Fazit: Die Verbrecher tanzen auf den Straßen ! Wir gehen hier sogar so weit und bezeichnen die derzeitige Lage als den Behörden entglitten. Die wenigen Polizisten, die die Arbeit, für die Sie bezahlt werden, ehrenhaft ausführen, sind hoffnungslos überfordert. Zu dicht ist das Dickicht des Korruptionsdschungels geworden.
Verstehen Sie uns bitte nicht falsch, wir wollen hier keinesfalls die thailändische Polizei als Ganzes schelten, wir haben sehr, sehr gute und kompetente Polizeibeamte kennengelernt und auch im Fall des Überfalls auf uns Mitte Februar 2011 konnten von einer Spezialeinheit 3 der Übeltäter gefasst und überführt werden. Wieviele noch frei herumlaufen, können wir nur mutmassen, denn vor ein paar Tagen wurde bei uns erneut eingebrochen, nur 3 Wochen nach dem fatalen Überfall. Vor allem thailändische Jugendliche haben null Vorstellung von Moral, woher auch, Sie sind in einem Umfeld von Korruption, Betrug und Diebstahl aufgewachsen und nur zu oft damit durchgekommen. Auch untereinander wird geklaut was das Zeug hält. Man hat sich eine kaum mehr zu beherrschende Brut herangezüchtet.
Um diesen Artikel nicht ausufern zu lassen, geben wir hier nur eine Kurzübersicht der derzeit gängigen Abzockfallen und Betrugsmaschen in Thailand und werden uns zu gegebener Zeit ausführlicher damit beschäftigen:
1.Der Jet Ski Betrug
Die Masche ist denkbar einfach. Man läßt den Mieter des Jet Skis einen Vertrag unterschreiben, das Gerät ohne Beschädigung übernommen zu haben. Die Jet Skis sind bei der Besichtigung meist zu Wasser gelassen. Gibt man das Sportgerät wieder zurück, wird es aus dem Wasser gezogen und man findet vermeintliche Unfallspuren. Der Mieter wird zur Kasse gebeten, meist mit der Unterstützung eines Poizisten, der als Vermittler fungiert.
2. Die Tuk-Tuk Abzocke
Ein recht weites Feld, für Abzocke. Besonders Thailand Neulinge haben keine Ahnung über die Kosten für die gewünschte Strecke, doch die Tuk-Tuk Fahrer riechen dies und fordern lächerlich überhöhte Preise. Auch bei der Suche nach Hotels und Einkaufmöglichkeiten zocken Tuk-Tuk Fahrer gewaltig ab.
3. Kreditkartenbetrug
Beim Zahlen mit der Kreditkarte wird Ihre Karte heimlich kopiert und später dann damit kräftig eingekauft.
4. Die Bar- und Restaurant Abzocke
Thailänder kontrollieren Ihre Rechnung akribisch, vor allem Thailandneulinge vertrauen hier und bezahlen eine Extragebühr für Speisen- und Getränke die Sie nie konsumiert, geschweige denn bestellt haben. Öfter werden die Rechnungen auch falsch aufaddiert, zu Ihren Ungunsten versteht sich.
5. Der Miet Motorrad Betrug
Eine äußerst üble Betrugsmasche ! Beim Mieten eines Motorrads werden Sie darüber aufgeklärt, daß das Motorad mit einer Kette zusätzlich verschloßen werden muß, Sie bekommen auch einen Schlüßel für das zusätzliche Schloß des Vermieters.
Sie können nicht ahnen, daß der Vermieter sowohl einen zweiten Schlüßel für das Gefährt, als auch für das Schloß hat. Kurz vor Ende der Mietzeit wird das Motorrad gestohlen und Sie müßen den nicht unbeträchtlichen Schaden bezahlen.
6. Die Thai-Zahlen Abzocke
Vor allem die Nationalparks (siehe: Nationalpark Thailand Abzocke) verstecken den Unterschied der Preise für Ausländer und Thailänder hinter thailändisch geschriebenen Zahlen. Die thailändischen Zahlen werden kaum mehr benutzt und falls ja dann dürfen Sie dahinter eine Abzocke vermuten.
7. Die Guesthouse-Tourguide Abzocke
Einige Guesthouses bieten Ihre eigenen Touren an und man bedrängt die Gäste diese zu buchen. Uns kamen mehrere Vorfälle zu Ohren, wo man Gäste aus Guesthouses schmiß, da Sie eine Tour bei einem anderen, deutlich billigeren Anbieter gebucht haben.
Abgerundet wird dies alles noch durch Taschendiebstähle und Einbrüche, abgesehen hat man es vor allem auf kleinere Gegenstände, wie Laptops, Kameras, teure Uhren, Schmuck, Ipods, Mobiltelefone und natürlich auf Bares.
Picture: "Kriminalitaet In Thailand Reloaded 2011"
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